• Eine Revolution in der Motorenentwicklung.
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04. Die Subaru-typische Fahrfreude mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein.

Der BOXER DIESEL-Motor wird von einem Turbolader beatmet. Nicht zuletzt wegen der deutlich höheren Fahrfreude setzten die Ingenieure auf diese vielversprechende Verbindung. Gute Auslegung und Abstimmung vorausgesetzt, ist ein Turbolader die ideale Ergänzung des BOXER DIESEL.
 
Während der ersten Testläufe des aufgeladenen BOXER DIESEL wurde deutlich, dass das Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen zunächst zu wünschen übrig ließ. Toshio Masuda, General Manager, Subaru Product & Portfolio Planning Division, erinnert sich: „Anfangs konnten wir mit dem BOXER DIESEL noch nicht demonstrieren, wo seine wahren Stärken liegen. Möglicherweise hatten wir nicht genügend Erfahrung mit Dieselmotoren und waren nicht in der Lage, die für Dieselmotoren typische Leis-tungsentfaltung herauszuarbeiten, die durch kraftvolle Drehmomententwicklung gekennzeichnet ist. Uns war jedoch bewusst, dass der BOXER DIESEL bereits bei niedrigen Drehzahlen im Bereich von 1.000 U/min mit einem üppigen Drehmoment aufwarten müsste und außerdem den druckvollen Antrieb in allen Fahrsituationen, also auch bei langsamer Fahrt oder nach dem Schalten, beibehalten sollte. Nachdem wir diese Zusammenhänge erforscht hatten, nahm unsere Entwicklung sprichwörtlich Fahrt auf.“

Die Subaru-Techniker nahmen den BOXER DIESEL anschließend mit nach Spanien, um ihn dort ausgedehnten Testfahrten zu unterziehen. Der Motor erfuhr dort umfangreiche Verbesserungsmaßnahmen und entwickelte die sonore Boxer-typische Geräuschkulisse, die ihn deutlich von Reihendieselmotoren unterscheidet. Zwar konnte der Motor auf kurvigen Bergstraßen noch immer nicht restlos überzeugen, zeigte ansonsten aber schon ein erfreulich ausgeprägtes Muskelspiel. Im oberen Drehzahlbereich zwischen 2.500 und 4.000 U/min entfaltete er eine Leistungsfähigkeit, die bislang kein anderer herkömmlicher Dieselmotor an den Tag gelegt hatte. Die Techniker waren davon überzeugt, dass der neue Dieselmotor schon bald herkömmlichen Dieselmotoren überlegen sein würde.
 
Die Fahrleistungen im oberen Drehzahlbereich würden sich schnell herumsprechen. Zunächst müsste allerdings seine Antrittschwäche im unteren Drehzahlbereich behoben werden.
 
Um die Drehmomententfaltung bei niedrigen Drehzahlen zu verbessern, wurden die Ein- und Auslassöffnungen sowie -kanäle überarbeitet und die Ventilsteuerzeiten und Einspritzdüsen modifiziert. Darüber hinaus wurde die gesamte Turboaufladung noch einmal einer besonders kritischen Prüfung unterzogen. Der Turbolader ist hierbei eminent wichtig. Ebenso wichtig ist jedoch die optimale Abstimmung auf den Motor. „Subaru hat viel Erfahrung mit der Entwicklung von Hochleistungs-Turboladern für die Rallye Weltmeisterschaften. Für Subaru ist das eine der Kernkompetenzen. Wir konzentrierten uns also darauf, diese Technologie auf den neuen BOXER DIESEL anzuwenden“, erinnert sich Masuda. Er betont dabei, dass der BOXER DIESEL auf der Kompetenz aufbaut, die man mit turbogeladenen Boxer-Benzinmotoren gewonnen hat. Subaru arbeitete auch mit seinen Zulieferern intensiv daran, die Parameter für Verdichter, Ladekapazität und Turbinenschaufeln Schritt für Schritt zu modifizieren, bis die beste Abstimmung für den Motor gefunden war.

Bei der Turboaufladung des Legacy entschied man sich schließlich für verstellbare Schaufeln.
In geschlossener Schaufelstellung wird die Strömung enger und schneller, was dem Drehmoment bei Drehzahlen unterhalb von 1.800 U/min zugute kommt. Bei hohen Geschwindigkeiten und ebensolchen Drehzahlen öffnen sich die Schaufeln, um den Strömungswiderstand zu reduzieren, was den Kraftstoffverbrauch senkt und hiermit zur Wirtschaftlichkeit beiträgt. Der turbogeladene BOXER DIESEL überzeugte jetzt durch üppiges Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und druckvolle Beschleunigung bei hohen Drehzahlen. Den Ingenieuren war ein weiterer Durchbruch gelungen.
 
Der Turbolader ist vorne unter dem Motor angeordnet. Dort liegt er näher am Abgassammler. Diese Anordnung kommt nicht nur einer saubereren Verbrennung zugute, sondern sorgt auch für einen besonders günstigen Schwerpunkt des Antriebsstrangs. Weitere Tests waren notwendig, um den Dieselpartikelfilter (DPF) optimal anzuordnen und gleichzeitig die günstigen Eigenschaften bei niedrigen und hohen Drehzahlen beizubehalten.
Während die Techniker laufend weitere Modifikationen vornahmen, um die Vorteile des Turbo-Boxer-Diesels von Subaru gegenüber herkömmlichen Dieselmotoren auszuspielen, behielt man die umweltbezogenen Aspekte stets im Blick.

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