

Als Versuchsträger für den BOXER DIESEL kam zunächst ein 1,3-Liter Motor zum Einsatz, der nach zahlreichen Verbesserungen auf 1,7 Liter vergrößert werden konnte. Dazu gehörte unter anderem, dass man die Einspritzdüse winklig im Zylinderkopf anordnete. Entwicklungsziel war aber ein 2-Liter-Motor, mit dem sich Subaru den wichtigen europäischen Markt für 2-Liter Dieselmotoren erschließen wollte. Schließlich werden 80 % der Dieselpersonenwagen in Europa von einem 2-Liter Motor angetrieben.
Damit die Baubreite des BOXER DIESEL-Motors innerhalb der vorgegebenen Platzverhältnisse bleibt, wurden seine Zylinderköpfe so entworfen, dass sie 17 mm dünner als die des BOXER Benzinmotors sind, ohne die Steifigkeit des Verbrennungsraums zu beeinträchtigen. Einlass- und Auslassöffnungen sind nahezu horizontal angeordnet, wurden aber so gestaltet, dass in ihnen eine wirksame Verwirbelung entsteht. Die Einspritzdüse ist in einem Winkel von fast 90 Grad zum Zylinder angeordnet und ca. 40 bis 50 mm kürzer als in einem herkömmlichen 2-Liter Reihen-Dieselmotor, um sich perfekt in den Zylinderkopf einzufügen.
Beim Motorblock setzt Subaru Leichtmetall ein, um das Potential der hochgradigen strukturellen Steifigkeit der Boxer-Bauweise auszuschöpfen. Um die optimalen Voraussetzungen für die Diesel-Verbrennung zu schaffen, wurde im Vergleich zum Benzinmotor der Kolbenhub um 11 Millimeter erhöht und die Bohrung um 6 Millimeter verringert. So erreichte Subaru einen längeren Hub, ohne den Motor insgesamt zu verbreitern. Zusätzlich wurde der Zylinderabstand auf 98,4 Millimeter verkürzt.
Diese Maßnahmen haben den Motorblock im Vergleich zum 2.0-Liter Benziner um 61,3 Millimeter verkürzt und ihn noch kompakter gemacht.


Der SUBARU BOXER DIESEL stellt eine Revolution im Motorenbau dar, weil er mit der herkömmlichen Vorstellung aufräumt, dass Dieselmotoren schwer und groß sein müssen. Der BOXER DIESEL verzichtet auf übliche Versteifungen, um dem hohen Verbrennungsdruck standzuhalten, und kommt ganz ohne Ausgleichswellen zur Vibrationsdämpfung aus. Satoshi Maeda meint dazu: „Wir haben von Anfang an versucht, die Vorteile der Boxer-Konstruktion für einen kompakten und leichten Diesel zu nutzen. Ein schwerer Motor würde ein Fahrzeug kopflastig machen und die Fahreigenschaften beeinträchtigen. Eine wesentliche Aufgabe für uns bestand deshalb darin, den BOXER DIESEL-Motor leicht und kompakt zu machen. Das ist uns gelungen. Der BOXER DIESEL ist sogar kompakter als sein Benzin-Bruder.“
Dies lässt sich im Motorraum des Legacy eindrucksvoll begutachten.